13. Februar 2018: Offene Sitzung für eine Demo und einen Aktionstag

Eine neoliberale Mehrheit im Grossen Rat will Menschen diskriminieren, die auf Sozialhilfe angewiesen sind. Gleichzeitig wollen diese Kräfte die Privilegien für grosse Firmen über Steuergeschenke ausweiten. Die nötigen Gesetzesänderungen für diese menschenverachtenden Pläne kommen während der Grossratssession vom 19.-29. März in die zweite und letzte Lesung.

Gegen den Kahlschlag haben wir im November und Dezember Widerstand geleistet. Um die aktuellen Angriffe abzuwenden, muss der Widerstand leider weitergehen und sich ausweiten. Das Kollektiv Sozialen Kahlschlag Stoppen schlägt deshalb einen dezentralen Aktionstag sowie eine grosse gemeinsame Demonstration vor.

Für die Demonstration wurde bereits ein Bewilligungsgesuch eingereicht. Falls sich die Behörde nicht querstellt, startet die Demo am Mittwoch 21. März um 18 Uhr beim Bahnhof und endet beim Rathaus. Dort soll den Grossrät_innen im Anschluss ihrer Sitzung ein „kritischer und lauter Empfang“ bereitet werden.

Um diese und andere Protestaktionen zu planen, bist du eingeladen, an unserer nächsten offenen Sitzung teilzunehmen. Diese findet am 13. Februar von 19:00-21:00 Uhr im Sääli der Brasserie Lorraine (1. Stock) in Bern statt. Bis dann?!

Save the date: Bewilligungsgesuch für Demo am 21. März eingereicht

Soeben haben wir bei der Stadt Bern ein Bewilligungsgesuch eingereicht, um am Mittwoch 21. März vom Bahnhof Bern zum Rathaus zu demonstrieren und den Grossrät_innen dort um 19 Uhr nach ihrer Sitzung einen kritisch-lauten Empfang zu bereiten. Mal schauen, ob es der städtischen Bewilligungsbehörde diesmal leichter fällt, unser Recht auf Versammlungsfreiheit zu achten, statt es einzuschränken wie letzten November…

Warum braucht es diese Demo? Ein Mehrheit von weissen, reichen, neoliberalen Männern im Grossen Rat will Menschen diskriminieren, die auf Sozialhilfe angewiesen sind. Ihr finanzieller Lebensstandard soll krass herabgesetzt werden. Gleichzeitig wollen die gleichen weissen, reichen, neoliberalen Männer im Parlament die Privilegien für grosse Unternehmen über Steuergeschenke weiter ausbauen. Die nötigen Gesetzesänderungen für diese menschenverachtenden Pläne kommen während der Session vom 19.-29. März in die zweite und letzte Lesung. Hilfst du mit diese Angriffe zu stoppen? Continue reading

Doodle für unsere nächste offene Sitzung

Ein Mehrheit von weissen, reichen, neoliberalen Männern im Grossen Rat will Menschen diskriminieren, die auf Sozialhilfe angewiesen sind. Ihr finanzieller Lebensstandard soll krass herabgesetzt werden. Gleichzeitig wollen die gleichen weissen, reichen, neoliberalen Männer die Privilegien für grosse Unternehmen über Steuergeschenke weiter ausbauen. Die nötigen Gesetzesänderungen für diese menschenverachtenden Pläne kommen während der Grossratsession vom 19.-29. März in die zweite und letzte Lesung.
 
Im Parlament scheint es aktuell nicht genügend wirksamen Widerstand zu geben, um diese Angriffe zu stoppen. Wir vom Kollektiv Sozialen Kahlschlag Stoppen finden es nötig, dass wir stärker und direkter zu hören, zu sehen und zu spüren sind. Der Widerstand im November und Dezember war gut, doch um den Kahlschlag abzuwenden, muss er weitergehen und sich ausweiten.
 
Um diesen Widerstand zu organisieren, bist du an unsere nächste offene Sitzung einladen. Über folgenden Doodle-Link kannst du mitbestimmen, wann die Sitzung stattfinden soll.

Nichts

Du arbeitest nichts.

Als ich fragte, warum ich kein Geld bekäme, antwortete der Amtsmensch,

Du arbeitest nichts.

Du arbeitest nichts…

 

Ich wusste, dass es schwer würde das Nichts zu finden. dass er oder es mir dann eine Bestätigung schreibe und dann käme es… Das Geld vom Amt.

Ich war dauernd da, half anderen und damit mir selbst und das ist ja nicht Nichts. Ich hatte also gearbeitet. Ich hatte also gearbeitet. Ich hatte ja Zeit. Ich bin keine Mörderin und schlage deshalb die Zeit nicht tot. Ich tat sehr viel. Ich wusste vorher nur nicht, dass es eine schriftliche Bestätigung vom Nichts brauchte. Also suchte ich jahrelang nach dem Nichts um mir zu bestätigen, dass ich gearbeitet hatte vielleicht ohne es zu merken.

Ich fragte alle meine Freunde und Kinder, die leergefressen Töpfe, die die Küche belagerten, meine Bilder und Gedichte, meine Lieder und Kämpfe, ja selbst die Hunde und Katzen, die Pflanzen und den Garten, ob sie das Nichts seien.

Immer am Abend dachte ich, morgen finde ich das Nichts… und es war jeden Tag wieder Arbeit da… Genauso wie ich jeden Tag aufwachte. Aber nichts hatten wie alle besser, als keine Zeit um mir vom Amt zu bestätigen, dass ich für Nichts arbeite, denn er oder es war nicht auffindbar.

 

Ich sagte dem Amt es geht mir so:

Ich möchte eigentlich nicht mehr für Nichts arbeiten aber alle meine Freunde haben ökonomische Probleme…

Sie sind aber nicht Nichts, nicht einmal die Blumenstöcke sind nichts und auch ich bin nicht nichts das findet man beim Denken heraus.

Es ist noch schwieriger das Nichts zu kontaktieren als der liebe Gott.

Das Amt meinte darauf sogar schriftlich das sei Schwarzarbeit.

Eigentlich möchte ich wie alle Menschen, dass das Nichts in meinem Portemonnaie seinen Stammplatz hat.

Jetzt habe ich der oder das Nichts endlich gefunden… und dass er oder es dort steckt, liegt daran, dass Nichts unmöglich ist.

Das sollte uns eigentlich genügen kritisch über unsere Eigendummheit der Wohlhabenden nachzudenken.

Aber von Nichts kommt nichts.

Rede von Therese Zindler, 2017

 

23. Januar 2018 | Offene Sitzung

Was haben der Widerstand gegen Steuergeschenke für Unternehmen, die Erhöhung der Studiengebühren und Sozialhilfekürzungen mit Kahlschlag-Awareness-Aktionen gemeinsam?

Sie alle gehören zu den Themen, die wir an der nächsten offenen Sitzung des Kollektivs Sozialen Kahlschlag Stoppen gemeinsam besprechen wollen. Kommst du auch?

Wir treffen uns am 23. Januar 2018 um 19 Uhr im Saal der Brasserie Lorraine (1. Stock).

Wann hat es bei dir Klick gemacht?

Was hat dir geholfen, dir bewusst zu werden, dass es sich für dich lohnt, dazu beizutragen, den Kahlschlag gemeinsam zu stoppen? Videoclips, Texte, Filme, Posters, Podcasts, Kunst u.s.w., die dir die Augen geöffnet, dein Herz berührt und_oder dich zum Handeln ermächtigt haben, möchten wir über die neue Rubrik Hintergründe auf unserem Blog zugänglich machen. Trag dazu bei, dass dort ein Werkzeugkasten für Emanzipation und Kritik entstehen kann. Alle Hinweise bitte an sparpaket-weg@riseup.net.

Newsletter | 31.12.2017

Liebe Gegner_innen des sozialen Kahlschlags

Wir blicken zurück auf bewegte und bewegende Wochen. Wir haben es geschafft als betroffene Personen ausgehend unterschiedlicher Stellungen in der Gesellschaft zusammenzuspannen, um uns gegen den Kahlschlag zu wehren. Die Demos und der Aktionstag haben die Sparmassnahmen zwar nicht abgewendet, doch Kraft, Ideen und Hoffnung freigesetzt. An der letzten Sitzung des Kollektivs Sozialen Kahlschlag Stoppen war daher klar, dass der Widerstand soll weitergehen. Continue reading