© Manu Friederich

Communiqué: Über 1500 Menschen gegen den sozialen Kahlschlag

Es war ein kämpferischer Abend in der Stadt Bern. Über 1500 Menschen demonstrierten vom Waisenhausplatz, über das Kornhaus zum Rathaus, wo den Grossrät_innen ein ohrenbetäubender Empfang bereitet wurde. Die Botschaft war klar: Der Spar- und Abbaupolitik der bürgerlichen Mehrheit muss eine selbstbewusste Abfuhr erteilt werden.

Der Demonstrationsumzug war so vielfältig, wie die Bereiche, in denen gekürzt werden soll. So kamen Junge und Alte, Schüler_innen und Lehrer_innen, Sozialarbeiter_innen und Sozialhilfempfänger_innen, Pfleger_innen und Pflegebedürfigte, Dozent_innen und Student_innen und viele mehr zusammen, um klar zu machen: wir halten zusammen und wehren uns solidarisch gegen die Kürzungen. Denn wenn Kürzungen in einem Bereich verhindert werden, aber die Millionen in einem anderen Bereich abgebaut werden, ist nichts erreicht.

Diese Solidarität zeigte sich auch in den Redebeiträgen. Alle gingen über ihre individuelle Betroffenheit hinaus und lehnten die Spar- und Abbaupolitik als Ganzes ab. Ein Redebeitrag ging ausserdem auf die Situation der streikenden Gefangenen auf dem Thorberg ein und solidarisierte sich mit ihnen, was von den Protestierenden auf dem Rathausplatz mit Applaus verstärkt wurde.

Für uns als Betroffene, die als Kollektiv Sozialen Kahlschlag Stoppen die Demonstration organisiert haben, bestärkt der heutige Abend enorm. Denn dieser hat einmal mehr gezeigt, dass selbstorganisierter Widerstand möglich und wirkungsmächtig ist und dass wir zusammen viel erreichen können. Denn nur, wenn wir selber genügend starken Widerstand aufbauen können, kann diese Spar- und Abbaupolitik überwunden werden. Darum rufen wir zu weiterem Protest auf: werdet aktiv, mischt euch ein. Sei es im Betrieb, bei der Familie, in der Schule oder im Freund_innenkreis. Für eine gerechte Gesellschaft und ein gutes Leben für alle!

Kollektiv Sozialen Kahlschlag Stoppen

Fotos: © Manu Friederich / www.manu.ch

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Medienmittelung: Heute: Demonstration gegen den sozialen Kahlschlag in Bern

Liebe Medienschaffende

Heute um 18 Uhr startet auf dem Waisenhausplatz die Demonstration gegen den sozialen Kahlschlag im Kanton Bern. Wir bitten Sie höflich unsere inhaltliche Kritik an den geplanten Kürzungen in den Bereichen Bildung, Soziales, Behinderung und Gesundheit, sowie unseren Protest auf der Strasse in Ihrer Berichterstattung zu berücksichtigen. Continue reading

Unterstützung: INFRA Bern

Die INFRA Bern ist von den erst gerade bekannt gewordenen Abbaumassnahmen betroffen. 41000 Franken sollen jährlich gekürzt werden. Hier ihr Aufruf:

Die INFRA Bern setzt sich gegen den sozialen Kahlschlag ein, da der Kanton mit den Sparmassnahmen am falschen Ort spart! Die Streichung der Kantonsbeiträge und die äusserst kurzfristige Mitteilung über die geplante Einstellung der Finanzierung ist ein Affront gegenüber den hilfesuchenden Frauen, den Beraterinnen der INFRA Bern sowie allen übrigen Organisationen, welche diesen Sparmassnahmen zum Opfer fallen sollen. Wir und andere Stellen bieten ein unvergleichbares und unverzichtbares Angebot für Hilfesuchende.

Unterstützung: Bildungsauflauf Gymnasiast_innen

Im März gab es auf dem Rathausplatz einen Bildungsauflauf gegen Sparpolitik, an dem mehrere hundert Gymnastiat_innen teilnahmen. Die Organisator_innen der Kundgebung unterstützen unsere Demo. Hier ihr Aufruf:

Auflauf-Gymeler* gegen Kürzungen

Acht Monate sind vergangen, seit wir für die Bildung aufgelaufen sind und uns gegen Kürzungen gestellt haben. Nun wurde das neue „Sparpaket“ bekannt gegeben. Etwa 80 der 185 Millionen werden die Bildung betreffen, die Gymnasien werden verschont. Nun könnten wir uns also zurücklehnen, doch nein, wir lehnen uns auf. Kürzungen schnegglen uns nicht nur in der Bildung an. Und deswegen sind wir auch bei „Kahlschlag stoppen“ wieder auf der Strasse und sagen: „Ender weniger? Ender weniger.“

Kürzungen zur Schnegge machen, für das schöne Leben für Alle.

Unterstützung: HAB Homosexuellen Arbeitsgruppen Bern

Die HAB ist von den erst gerade bekannt gewordenen Abbaumassnahmen betroffen. 50000 Franken sollen jährlich gekürzt werden. Hier ihr Aufruf:

Stoppt den Leistungsabbau!

Mit einem massiven Sparpaket im Sozialbereich, der Bildung und der Gesundheitsversorgung will der Regierungsrat die geplanten Steuersenkungen finanzieren. Dies auf Kosten der Schwächsten und Bedürftigsten in unserer Gesellschaft. Continue reading

Unterstützung: Freie Arbeiter_innen Union Bern

Schon wieder will der Kanton Bern auf dem Rücken der Unterschicht sparen. Nach unten wird getreten und nach oben gebuckelt. Der bürgerliche Staat beweist uns ein weiteres Mal, dass das Thema Klassenkampf kein alter Hut ist, sondern immer noch und wieder vermehrt zum Thema wird. Wir wollen nicht akzeptieren, dass den Reichen in den Arsch gekrochen wird und sie mit (Steuer-)Privilegien überhäuft werden, währenddessen die Armen zusehen können, wo sie bleiben. Continue reading